Die Verwendung einer Parabolantenne, landläufig Satellitenschüssel genannt, für den Fernsehempfang via Satellit lohnt sich finanziell, weil die Gebühren bei Antennenempfang niedriger als beim Kabelfernsehen sind. Neben dem bekannten Fernsehsatellit ASTRA mit einem umfangreichen Programmangebot vor allem aus dem deutschsprachigen Raum, können auch andere Satelliten mit überwiegend ausländischen Sendern angepeilt werden. Für Campingfahrzeuge sind kleine Satellitenschüsseln als kabellose, mobile Lösung beliebt, und an Fenstern in südöstlicher Richtung ist eventuell sogar ein Zimmerempfang via Satellit möglich. Fürs Internet lassen sich herkömmliche Satellitenschüsseln nur zum Empfangen (Download) einsetzen, zum Senden (Upload) wird ein anderer Übertragungsweg, z.B. die Telefonleitung, benötigt.
Voraussetzungen für die Anbringung
Es ist bei der Installation darauf zu achten, dass die Schüssel mit der hohlen Seite in den freien Himmel gerichtet ist. Die Schüssel muss für die in Deutschland üblichen Satelliten in eine südöstliche Richtung weisen, so dass nur Hausseiten in Frage kommen, die nach Süden oder Osten zeigen. Unüberwindliche Hindernisse für die Satellitensignale sind insbesondere Eisen und Stahl, aber auch Gebäude und Wände dürfen auf keinen Fall den freien Blick in den Himmel versperren. Auch Bäume können den Empfang stören und müssen im ungünstigen Fall gestutzt werden. Günstig für den Empfang ist eine möglichst hohe Befestigung der Schüssel am Haus. Bei einer Installation ganz oben auf dem Dach können allerdings Wind und Wetter an der Schüssel rütteln und so wiederum den guten Empfang beeinträchtigen. Als erstes ist eine Halterung an die Wand zu montieren, an der dann der Parabolspiegel befestigt wird. An diesem befestigt man eine weitere Halterung, die vor dem Parabolspiegel den LNB (Low Noise Block) trägt, welcher die von der Antenne gebündelten Signale umsetzt. Am LNB wird ein Koaxialkabel befestigt, welches in die Wohnung verlegt und mit dem Satelliten-Receiver verbunden werden muss.
Ausrichtung der Schüssel
Um die Satellitenschüssel auszurichten, muss sie an der Halterung vertikal und horizontal so gedreht werden, dass ein maximales Empfangssignal erreicht wird. Ohne technische Hilfsmittel müssen hierbei normalerweise zwei Personen tätig werden, nämlich eine, die die Schüssel bewegt, und eine, die am Fernseher den Empfang begutachtet und die andere Person durch Zurufen darüber informiert. Mit Hilfe eines Satellitenfinders, der zwischen dem LNB und dem Koaxialkabel angeschlossen wird, kann eine Person allein die Schüssel ausrichten. Der SAT-Finder informiert über eine optische Anzeige und ein akustisches Signal über die Stärke des Empfangssignals. Vor dem Anschließen eines SAT-Finders muss der Netzstecker gezogen und danach wieder eingesteckt werden, weil das Koaxialkabel Strom führt. Der SAT-Receiver muss beim Ausrichten in Betrieb und auf einen vorprogrammierten Fernsehsender eingestellt sein. Vertikalen und horizontalen Winkel für den Empfang eines bestimmten Satelliten an einem bestimmten Standort entnimmt man der Gebrauchsanweisung oder dem Internet. Als erstes stellt man mit Hilfe der Winkelanzeige an der Halterung den vertikalen Winkel grob ein. Dann dreht man, für ASTRA-Empfang in Deutschland, die Schüssel zuerst in Richtung Süden und dann von dort langsam weiter in Richtung Osten, bis ein Empfang festgestellt wird. Danach wird durch vorsichtige Feineinstellung in vertikaler und horizontaler Richtung so lange weiter gedreht, bis der Empfang optimal ist. Wenn dies erreicht ist, wird nun schließlich die Schüssel fest angeschraubt.
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